17.-24. Juli 2026

Heimathaus- Einzug der Bohème

Leerstehendes Haus in Hagen wird zur Bühne

17. bis 24. Juli 2026

Stadtgartenallee 10, 58089 Hagen-Wehringhausen

Vernissage: Freitag, 17. Juli 2026 (Einlass nur mit Einladung)

Öffnungszeiten:

18. & 19. Juli: 13–18 Uhr (offene Ausstellung)

21.–24. Juli: 17–20 Uhr (offene Ausstellung & Workshops*)

*Die Workshops und Namen der ausstellenden Künstler:innen werden am 12.07. veröffentlicht.

Ein Haus mit bewegter Geschichte wird im Juli für eine Woche wieder zu einem Ort der Kunst und Begegnung. Vom 17. bis 24. Juli 2026 zieht der Fliegende Salon in das zurzeit leerstehende Wohnhaus der Familie Enwaldt in der Stadtgartenallee 10 in Hagen-Wehringhausen und eröffnet dort mit „Heimathaus – Einzug der Bohème“ seine erste Station als wandernder Kunstraum.

Das Gebäude besitzt einen besonderen Stellenwert in der Hagener Stadtgeschichte. Es war das Wohnhaus des ehemaligen SIHK-Hauptgeschäftsführers, Runar Enwaldt. Bereits zu seinen Lebzeiten war das Haus ein Treffpunkt für Künstler:innen, Kunstförder:innen und die Stadtgesellschaft. Hier kamen Menschen zusammen, um Kunst, Kultur und den persönlichen Austausch zu pflegen. An diese Tradition knüpft der Fliegende Salon nun an und führt sie in zeitgenössischer Form weiter.

Hinter dem Projekt steht die Künstlerin und Kulturmacherin Kimberly Hardt, die in den vergangenen Jahren das WirrWarr – Zentrum für Kreativität in Hagen-Wehringhausen aufgebaut und geprägt hat. Mit dem Fliegenden Salon macht sie sich nun gemeinsam mit einem interdisziplinären Künstler:innen-Netzwerk selbstständig, das mittlerweile wie ein Kollektiv gemeinsam in Hagen wirkt. Ihr Anliegen reicht dabei über klassische Ausstellungen hinaus: Der Fliegende Salon versteht Kunst als Ausgangspunkt gesellschaftlicher Konversation und möchte die Kunst des Gesprächs als kulturelle Praxis wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.

„Wir brauchen wieder Orte, an denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Kunst ist dafür eine wunderbare Grundlage. Der Fliegende Salon möchte genau solche Räume schaffen und Menschen zusammenbringen. Ich sehe es als meine Kunst, aus Kunst Konversation zu machen“, beschreibt Kimberly Hardt die Idee hinter dem Projekt.

Für seine erste Landung stellt sich der Fliegende Salon einer ebenso persönlichen wie gesellschaftlichen Frage: Was bedeutet Heimat? Dazu hat Kimberly Hardt lokale Künstler:innen ebenso wie Gastkünstler:innen eingeladen, sich in den zehn Räumen des Hauses jeweils auf eigene Weise mit dem Begriff auseinanderzusetzen. So entsteht eine begehbare Ausstellung, in der unterschiedlichste künstlerische Positionen aufeinandertreffen und den Besucher:innen neue Perspektiven auf Heimat, Erinnerung und Gemeinschaft eröffnen.

Den Auftakt bildet am Freitag, 17. Juli, eine feierliche Vernissage, die Kimberly Hardt bewusst als das Haupt-Kunstwerk versteht. Musik, Performances, Rauminstallationen und Begegnungen verschmelzen zu einem gemeinsamen Erlebnis und beantworten die Frage, wie Heimat aussieht, wenn Künstler:innen sie gestalten. Für einen Abend wird das Haus zu einem lebendigen Salon, in dem Kunst und Konversation untrennbar miteinander verbunden sind. Einlass zur Vernissage ist eingeladenen Gästen und Unterstützer:innen vorbehalten.

Zur Finanzierung des Projekts läuft derzeit eine Crowdfunding-Kampagne. Die eingeworbenen Mittel dienen zunächst der Finanzierung der Zwischennutzung sowie der Veranstaltungsorganisation. Darüber hinaus ist das finale Ziel auch, die beteiligten Künstler:innen fair zu vergüten. Das Projekt ist mit null Finanzierung gestartet. Alle Beteiligten wirken bei dem Projekt aus Liebe zur Kunst mit, wollen aber durch die öffentliche, transparente und gemeinschaftliche Finanzierung ein Zeichen setzen. Hier kann das Projekt finanziell unterstützt werden: www.startnext.com/heimathaus Interessierte Sponsor:innen können sich unter kimberly.hardt@fliegender-salon.com direkt bei der Gastgeberin melden.

Der Fliegende Salon versteht sich als langfristiges Kulturprojekt. Nach jeder Station zieht er an einen neuen Ort weiter. Jeder neue Raum bringt neue Künstler:innen, neue Themen und neue Begegnungen hervor. So entsteht Schritt für Schritt ein wachsendes Netzwerk, das regionale Kulturszenen verbindet und außergewöhnliche Orte durch Kunst temporär wiederbelebt.

Mit dem „Heimathaus“ beginnt damit nicht nur die Reise des Fliegenden Salons, sondern auch der Versuch, an einem Ort eine Tradition wieder aufleben zu lassen: das gemeinsame Erleben von Kunst als Anlass für Begegnung, Austausch und gesellschaftliche Konversation.